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Wurzbacher
Karnevalsgesellschaft läutet die "göttliche Jahreszeit" ein
Von Eva-Maria
Kasimir Wurzbach.
Eine Nacht-Zustellung machte der Hermes-Götterboten-Versand am Samstag
Abend im Wurzbacher Hammersaal. In der Eilsendung befand sich das Motto der
52. Karnevalssaison: "In Tupfenbach, wie wunderbar, trifft sich die
edle Götterschar."
Dementsprechend baten Hausmädchen Gerti Hertwig und
Butler "James", alias René Baum, nur göttliche Erscheinungen in
den Hammersaal.
Viel Jubel erntete die dickbäuchige
Fruchtbarkeitsgöttin, welche, von einer Kinderschar umringt, Fruchtzwerge
im Saal verteilte. "Fünf Kleine hat sie schon und das sechste scheint
unterwegs", kommentierte Butler James. Von Neptun und Aphrodite bis
hin zu den "Göttern in Weiß" schritten alle möglichen
gottgleichen Gestalten zur Bühne. Bis auf den Manitu, der von seiner
bleichgesichtigen Indianerschar in einem großen Schuh ins Rampenlicht
gerollt wurde.
Eines fehlt dem 130-köpfigen
"Grün-Gold"Team in Wurzbach aber noch zum Faschings-Glück: ein
Prinzenpaar. "Wenn wir schon eins hätten, wäre das heute Abend auch
auf der Bühne gewesen", sagte Wolfgang Bauer, Präsident von Grün-Gold.
"Noch hat sich aber niemand gefunden." Freiwillige können sich
noch bis zum Tag vor dem Jugendfasching, am 29. Januar kommenden Jahres,
anmelden.
"Viele haben einfach falsche Vorstellungen
davon, Faschingsprinz oder -prinzessin zu sein", meint Heiko Jinschek
von Grün-Gold. Der gebürtige Triptiser war vor zehn Jahren selbst
Faschingsprinz und ist seitdem in Wurzbach "hängen geblieben",
wie er sagt. "Damals hatten sie auch keinen Prinzen. Meine heutige
Ehefrau hatte sich bereit erklärt die Prinzessin zu geben und da habe ich
mich breitschlagen lassen." Der damalige Faschingsprinz musste sogar
einmal von der Feuerwehr heran geholt werden. "Es hatte an einem Abend
so stark geschneit, dass mich die Wurzbacher Feuerwehr aus Friesau
abgeholte hat", erinnert sich Jinschek. Seitdem ist er mit dem
Wurzbacher Karneval verbandelt. "Landläufig meinen die Leute, man
müsste dem ganzen Faschingsverein einen ausgeben und sein Kostüm aus
eigener Tasche bezahlen. Aber das Prinzenpaar bekommt eine
Aufwandsentschädigung, die einiges abdeckt", so Jinschek. Auch in den
Verein müsse man nicht eintreten, um Faschingsprinz oder -prinzessin zu
werden, meint Jinschek.
Bleibt Grün-Gold zu wünschen, dass sich bis Ende
Januar noch zwei hoheitliche Narren finden.
15.11.2009
Viele schöne Bilder sind online bei www.grün-gold-bilder.de
Schaut mal rein!
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