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Thüringer Kulturpreis 2009 für
Freilichtmuseum Hohenfelden und Heinrichshütte in Wurzbach |
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Der
Thüringer Kulturpreis geht in diesem Jahr an das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden
und an das Technische Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte in Wurzbach. Damit
werden sie für langjährige Verdienste um die Pflege alter Kulturtechniken
ausgezeichnet. Dotiert ist die Ehrung mit einem Preisgeld in Höhe von je
6.400 Euro. |
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Das
einzige technische Denkmal in Deutschland, das noch die Produktionsprozesse
des Eisengießens und historische Gießtechniken vorführt, ist die
Heinrichshütte in Wurzbach. Mit dem Aufbau von Sammlungen zum Gießereiwesen
und des metallverarbeitenden Gewerbes konnten einmalige Sachzeugen der
Metallurgie und Metallverarbeitung erhalten werden. Mit der Bewahrung und
Pflege traditioneller beheimateter Handwerks- und Industrietechniken hat sich
die in Trägerschaft des Saale-Orla-Kreises befindliche Heinrichshütte zu
einem kulturellen Anziehungspunkt der Region entwickelt. Über 5.500 Besucher
begeistern sich jedes Jahr dafür. Weitere Informationen sind im Internet
unter www.heinrichshuette-wurzbach.de
zu finden. |
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Seit
1995 vergibt der Freistaat jährlich den Thüringer Kulturpreis. Mit ihm werden
kulturelle Initiativen in wechselnden Sparten ausgezeichnet, angefangen bei
Musik-, Kunst- und Theaterprojekten über private Initiativen, die sich dem
Aufbau kultureller Netzwerke widmen, bis hin zu kommunalen Beiträgen. Der mit
insgesamt 12.800 Euro dotierte Preis will das Besondere, das Auffällige und
das Herausragende im Thüringer Kulturleben hervorheben. Hinweis:
Die Preisverleihung findet am 26. November 2009, um 16 Uhr in der Thüringer
Staatskanzlei statt. |
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Herzlichen
Glückwünsch von der KGGG für die hohe Auszeichnung !!!!! Die OTZ berichtete in mehreren Artikeln über die
Auszeichnung: Kulturpreis 2009
geht an die Heinrichshütte
Eine Eisenskulptur von Karla Gänßel
Freilichtmuseum Hohenfelden ebenfalls bedacht Von OTZ-Redakteur Ulf Rathgeber Wurzbach. In der Staatskanzlei in Erfurt wird heute der Thüringer Kulturpreis 2009 feierlich überreicht. Preisträger sind das Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden und das Technische Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte in Wurzbach. "Damit wird die historische Handwerkskultur gewürdigt", freute sich der Leiter der Heinrichshütte, Hartmut Schöps. "Es ist schön, dass es Leute gibt, die unsere Arbeit wertschätzen." In der Heinrichshütte, in der seit 1982 als Technisches Museum weiter Aluminium und Eisen gegossen werden, gab es in den vergangenen Jahren verstärkt kulturelle Aktivitäten. Mit "Sand in Flammen", dem Schaugießen im Kerzen- und Fackelschein, zwei Ausstellungen mit Akt-Fotografien sowie Expositionen zur Historie der Gießerei hat sich die Tourismus-Einrichtung einem breiteren Publikum geöffnet. Dazu kamen in der Veranstaltungsreihe "Die Heinrichshütte klingt" Konzerte der Musikschule Saale-Orla, der Sängerin Christina Rommel und Band sowie Falk Zenker aus Weimar. Internationale Aufmerksamkeit erregt hat die Heinrichshütte 2009 mit dem 3. Metallsymposium, bei dem tschechische und deutsche Künstler Aluminium-Objekte gießen konnten. "Der Preis ist Ansporn für ein so kleines Museum", so Schöps. Im Freilichtmuseum Hohenfelden sind 30 historische Häuser aus Thüringen zum Teil wiederaufgebaut worden. Im Juni 2009 war ein Umgebindehaus von Langenbuch im Saale-Orla-Kreis aus ins Weimarer Land transportiert worden. Über die Preisverleihung wird heute Abend, 19.30 Uhr, bei MDR-Aktuell berichtet. 25.11.2009 |
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Die
Angestellten in Wurzbach haben für die Denkmalpflege und Kommunen gearbeitet "Wir haben zwei identische Denkmale
für die Stadt Sondershausen und für die Stadt Schleiz produziert",
nannte der Leiter der Heinrichshütte,
Hartmut Schöps ein Beispiel. Zu Anfang der 1990er-Jahre wurde für das
Grabmal des Grafen Reichenbach in Kassel eine Grabplatte in Wurzbach
angefertigt. "Wir sind damals noch mit dem W 50 bis nach Hessen
gefahren", erinnert sich Hartmut Schöps. Über die Jahre sind in der Sormitzstadt
auch Metallbrunnen entweder neu hergestellt oder bereits vorhandene
restauriert worden. "In Zusammenarbeit mit Brunnenmeister Matthias
Schreier aus Weimar haben wir den Brunnen auf dem Markt von Kahla
angefertigt", sagte Hartmut Schöps. Neue Metall-Brunnen entstanden in den
vergangenen Jahren in Ostthüringen in Schmiedebach, Kamsdorf und
Oberweißbach. Ein weiterer wurde für die Gemeinde Oberjosbach im Taunus
hergestellt. Restauriert wurden Brunnen unter anderem in Heberndorf und
Schmiedebach. Auch historische Metall-Öfen werden nach
wie vor in Wurzbach produziert. "Wir haben sogar einen Jugendstil-Ofen
hergestellt, der nachweislich gute Brennwerte hat", ist Hartmut Schöps
von der alten Technologie überzeugt. Der neueste Trend sind Gartenbänke aus
Aluminium.
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Das Technische
Schaudenkmal Gießerei Heinrichshütte erhält Thüringer
Kulturpreis 2009 "Ich habe mich kolossal gefreut, als ich die Nachricht
bekam", sagte der Leiter der zum Saale-Orla-Kreis gehörenden
Schaudenkmals. "Der Kulturpreis ist für uns sehr viel wert." "Mit dem Freilichtmuseum Hohenfelden und dem Schaudenkmal Heinrichshütte in Wurzbach haben zwei Museen eine
Auszeichnung erhalten, die die Technik fördern, bewahren und neue Impulse
setzen", freute sich Hartmut Schöps über die Wertschätzung.
Handwerkskultur der vergangenen Jahrhunderte werde noch heute gezeigt. Das Schaudenkmal in Wurzbach hat den Preis des Freistaat
Thüringen vor allem dank der kulturellen Aktivitäten der vergangenen Jahre
erhalten. Mit der Reihe "Die Heinrichshütte klingt" war
zunächst der Nachwuchs der Musikschule Saale-Orla zu Konzerten in die
Sormitzstadt gekommen. Die Schlagzeuger hatten dort unter anderem Öfen
ungewöhnliche Klänge entlockt. Thüringenweite Aufmerksamkeit erhielt die Heinrichshütte, als die Sängerin Christina Rommel auf
ihrer "BesondereOrteTour" 2008 mit ihrer Band ein bemerkenswertes
Konzert in Wurzbach gab. Seit 2003 können Gäste im Schaudenkmal neben den
Aluminium-Gießvorgängen auch in der Nacht bei Fackelschein und Teelicht den
Männern bei "Sand in Flammen" bei deren schweißtreibender Arbeit
zusehen. Darüber hinaus gab es Ausstellungen zur Historie sowie zwei
Expositionen mit Akt-Fotografien. Das 1. Metall-Symposium, gestartet 2007 in Zusammenarbeit mit
der Inspiratorin Heike Stephan, hat in diesem Jahr eine neue Qualität
erreicht. Fünf Künstler aus der Tschechischen Republik fertigten 2009
zusammen mit ihren deutschen Kollegen Skulpturen und Reliefs aus Aluminium
an. "Kultur war schon immer ein Standbein für die Heinrichshütte", betont Hartmut Schöps. Über die
Jahre hatten vereinzelt Künstler ihre Arbeiten in Wurzbach anfertigten
lassen. "Beim 3. Symposium hatten wir das Glück von der Euregio
Egrensis und vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfond gefördert zu
werden", sagte der 55-Jährige. Eine Exposition der Kunstobjekte ist noch
bis zum 20. Dezember in der Heinrichshütte zu sehen. Danach sollen
die Kunstwerke in der Wisentahalle in Schleiz, später in Neustadt und Pößneck
ausgestellt werden. In der Zukunft will Hartmut Schöps zwei bis dreimal im Jahr
Eisen gießen. Dafür braucht er eine gewisse Zahl an Experten, die mithelfen. "Wir sind ein kleines Haus, das auf die Region
ausstrahlt", betont Hartmut Schöps.
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