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Ungewohntes Material beherrschen |
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Erste Ergebnisse beim Metallkunst-Symposium in der
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Von OTZ-Redakteurin Judith Albig Wurzbach. |
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Gestern früh kam zum Vorschein, worauf man seit Montag mit Spannung gewartet hatte. Die Gusskästen wurden ausgeschüttet und das im Formsand Versteckte herausgeholt. Dann sahen die sieben Künstler aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin ihre von zu Hause mitgebrachten oder hier vor Ort vollendeten Modelle zum ersten Mal in dem für die meisten gänzlich ungewohnten Material Eisenguss. Von den Figuren und Reliefs wurde mit winzigen Stahlkügelchen der Sand abgestrahlt. Dann legten die Männer und Frauen wieder selbst Hand an und entfernten mit Feile und Hammer Grat, glätteten Kanten, rundeten scharfe Ecken. Vorausgegangen war das schwierige Herstellen der Formen, für die grober oder auch feiner Sand verarbeitet wird. Vorgestern schließlich floss flüssiges Eisen hinein. Von da an war nur noch abzuwarten. Viele Zuschauer haben den faszinierenden Vorgang verfolgt. Aber auch an den Tagen zuvor und gestern konnte man den Künstlern und den Mitarbeitern der Heinrichshütte bei der Arbeit zusehen, sie ausfragen, mit ihnen diskutieren. Denn so ist die ganze sechs Wochen laufende Veranstaltung gedacht: Kunst soll öffentlich entstehen und damit auch gerade in der Urlaubszeit der Region einen weiteren Anziehungspunkt verschaffen. Für die Künstler selbst ist es eine großartige Gelegenheit, sich mit einem anderen Material auszuprobieren und auch die damit zusammen hängende Technologie beherrschen zu lernen. Den meisten, wie Regina Lange aus Jena-Laasan, ist der grobe Grauguss ganz neu. "Klare Formen eignen sich besser als allzu Filigranes", ist jetzt die Erfahrung der Bildhauerin, die die Modelle für ihre Bronzefiguren bisher aus dem weichen Material Wachs geformt hat. Timm Kregel aus Halle gab bisher vor allem Holz eine Form. "Bei diesem völlig anderen Arbeiten hier muss man erstmal die Bedingungen und die Gesetzmäßigkeiten erkennen, die sich ja schließlich auch wieder auf die Art der Skulptur auswirken." Frank Hüller aus Berlin hat ein früheres Modell in der Heinrichshütte in zwei verschiedenen Metallen wirken lassen und ist begeistert über den Erkenntnisgewinn für seine weitere Arbeit. Auch für Rolf Lindner aus Erfurt ist es ein Erlebnis, mit dem bisher fremden Material und der Gießtechnik umzugehen. "Da laufen bei einem ganz andere Denkprozesse ab, und der andere Charakter des Materials bringt auch beim selben Modell einen ganz anderen Ausdruck des Kunstwerkes mit sich. Plötzlich blickt einen etwas Neues entgegen." "Lob, Lob, Lob!" - kam aus mehreren Mündern für das Kunstsymposium in der Heinrichshütte. Dies gilt der Initiatorin Heike Stephan aus Löhma, die nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Fördermittel und Sponsoren sowie viele organisatorische Grundlagen sorgte. Ebenso dankbar ist man Museumsleiter Hartmut Schöps und seinen Arbeitern, "ohne die wir baden gegangen wären." Auch der Besucher spürt diese kreative Zusammenarbeit, die kollegiale Atmosphäre, die Gespräche zwischen sehr unterschiedlichen Partnern, von denen jeder weiß, was er kann. 02.08.2007 |
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Weniger nach Kunst als nach harter Eisengießerarbeit sah es am Mittwoch in der Heinrichshütte aus. Sieben Künstler aus Thüringen und Berlin mussten schwer ran, um das flüssige Eisen in die Formen für ihre Kunstwerke zu füllen. (Foto: Finke) |
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Der gebürtige Pößnecker Bildhauer Frank Hüller in Aktion. (Foto: OTZAlbig) |
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