Kulturnachrichten aus Wurzbach

 

Neue Exposition zum Sommerfest im Wurzbacher Kunsthaus

Helmut Thomalla sieht sich ein Gemälde von Günter Horlbeck an. Eine Ausstellung mit Werken des Leipziger Künstlers wird am Sonnabend beim Sommerfest für die Kunst in Wurzbach eröffnet. Gäste sind um 15 Uhr eingeladen.

 

 

Eine neue Ausstellung mit Werken von Günter Horlbeck wird am Samstag um 15 Uhr im Kunsthaus Müller eröffnet. Zu sehen ist die Exposition bis zum 16. Oktober.

Wurzbach. Im Rahmen des 5. Sommerfestes für die Kunst wird der Journalist und Kunsthistoriker Dr. Meinhard Michael aus Leipzig über die Ausstellung und den Künstler sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Nachmittag von Hartmut Dorschner aus Dresden, der auf dem Saxophon spielt.

 

Mit seinen filigranen Kunstwerken hat sich der Leipziger seit vielen Jahren etabliert. "Mich begeistert die hohe Qualität seiner Arbeiten", sagte Galeristin Bärbel Müller. Besonderes das graphische Werk beeindruckt die Wurzbacherin.

 

"Vor allem die malerischen und graphischen Strukturen besonders bei den Radierungen sind außergewöhnlich", ergänzte Bärbel Müller. "Günter Horlbeck ist ein herausragender Zeichner."

 

Über 40 Werke hat die Galeristin in den vergangenen Tagen zusammen mit ihrem Mann Christian in den Ausstellungsräumen positioniert. Dabei haben die beiden Kunstfachleute schon frühzeitig die Arbeiten von Günter Horlbeck kennengelernt.

 

"In unseren jungen Ehejahren haben wir die ersten Kunstwerke erworben", erinnerte sich Christian Müller an die 1970er-Jahre. Die erste Ausstellung, allerdings mit Arbeiten von Günter Horlbecks Frau, gestaltete Bärbel Müller Mitte der 1990er-Jahre.

 

Der Künstler studierte von 1947 bis 1951 an der Leipziger Kunstakademie. Bereits 1952 wurde er an die Hochschule für Bildende Künste in Dresden berufen. Später arbeitete er als Professor der Kunstakademie in Dresden, lebte aber weiter in Leipzig.

 

Zum Sommerfest am Samstag wird wieder "Kunst auf der Wäscheleine" zu sehen sein. "Es gibt eine Überraschung", machte Christian Müller neugierig.

 

Zum festlichen Anlass können die Gäste wieder eine Vorzugsgraphik erwerben. "Die Arbeit stammt aus dem Jahr 1972 und ist in der geringen Stückzahl von elf Exemplaren vorhanden", sagte Bärbel Müller.

 

"Je nachdem, wie das Wetter wird, feiern wir auf dem Markt oder in der Galerie", sagte Bärbel Müller. "Gäste sind herzlich eingeladen." Am Nachmittag gibt es Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen. "Es wäre schön, wenn die Gäste ganz entspannt inmitten der Kunst sitzen und sich eventuell auch über Kunst unterhalten", wünscht sich die Galeristin.

 

Eine Besonderheit von der vorangegangenen Ausstellung mit Werken von Günter Grass hat sich bewährt. "Das Lesecafé ist gut angenommen worden", freute sich Bärbel Müller über die Resonanz. "Das Lesecafé wird bis zum 16. Oktober verlängert."

 

 

Ulf Rathgeber / 13.08.10 / OTZ

 

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