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Ein historisches Gewölbe, durch das die
Sormitz das Technische Denkmal Gießerei Heinrichshütte unterquert, wird
gegenwärtig abgetragen. Der Grund dafür ist, dass es Absenkungen im Hof der
Heinrichshütte gegeben hat.
Wurzbach.
Mitarbeiter der Firma Zipfelbau tragen seit Ende Juni dieses Jahres das alte
mit Grauwacke versehene Gewölbe ab. "Bei den Abrissarbeiten haben wir
einen alten Wasserzug entdeckt", sagte der Leiter des Denkmals, Hartmut
Schöps, begeistert.
Auch dieser Wasserzug, wenn auch in
der Dimension wesentlich kleiner, ist mit einem Gewölbe versehen.
"Rechts und links davon geht eine Mauer weg", fügte Hartmut
Schöps noch hinzu.
Offenbar hatte die Gießerei Heinrichshütte
in der Zeit vor dem großen Brand im Jahr 1836 ein anderes Aussehen, als bislang
angenommen wurde. Das Amt für Denkmalschutz in Schleiz
will die unterirdischen Gegebenheiten dokumentieren.
Um diese Arbeiten ausführen zu
können, war eine Stahlkonstruktion unter dem großen Gewölbe angebracht
worden. "Mitarbeiter der Firma Stahlbau Perthel hatten die Träger bei
minus 20 Grad im Winter zusammengeschweißt", sagte Hartmut
Schöps dabei mit Respekt.
Nach dem Abriss wird ein neues
Stahlbetongewölbe eingebaut. Bis Ende September sollen die Arbeiten
schließlich abgeschlossen sein. "Der Hof wird dann mit
Natursteinpflaster versehen", erklärte Hartmut
Schöps.
Auftraggeber ist der Saale-Orla-Kreis
als Betreiber der touristischen Einrichtung. Die Gelder werden über das
Konjunkturpaket II zur Verfügung gestellt. "Wir sind froh, dass es
gemacht wird", sagte Hartmut Schöps.
Die Gießerei in Heinrichshütte
ist während der Bauarbeiten weiter geöffnet. Der Zugang erfolgt dann über
einen Weg an dem Gebäude, in dem die Dampfmaschine installiert ist.
Anfang August startet das diesjährige
Metall-Symposium mit Künstlern aus Thüringen
und der Tschechischen Republik. Gäste sind dabei natürlich willkommen.
Ulf Rathgeber / 23.07.10 /
OTZ
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