|
|
||
|
|
||
|
Projekt
mit Gottes Faust |
||
|
Von Peter Hagen Es ist ein mutiger Schritt, den
Mike Möller gewagt hat, als er sich entschied, sein Kampfsport-Hobby zum
Beruf zu machen. Was auf den ersten Blick durchaus beneidenswert
erscheint, nämlich an der Seite namhafter Schauspieler wie Johanna Wokalek,
Til Schweiger oder Brad Pitt vor der Kamera zu stehen, ist im wahren Leben
ein sprichwörtlicher Knochenjob. Der Stuntman bleibt zumeist anonym, riskiert
regelmäßig blaue Flecken und Blessuren und verdient nur einen Bruchteil von
den Stars, in deren Rollen er bei den gefährlichsten Szenen schlüpft. Jetzt lässt Mike Möller gemeinsam mit Ulrik Bruchholz
seinen großen Traum vom eigenen 90-minütigen Spielfilm Realität werden. Mit
geringem Budget und hohem Einsatz. Hauptdarsteller an seiner Seite ist Mathis
Landwehr, RTL-Zuschauern besser bekannt als Kampfsport-Mönch "Lasko -
Die Faust Gottes". Na wenn das kein gutes Omen ist. . . 08.12.2009 |
||
|
Harter Kampf im Filmgeschäft |
||
|
|
||
|
Mike Möller
aus Heinrichshöhe arbeitet jetzt am ersten eigenen Kino-Projekt |
|
|
|
|
||
|
Titschendorf. Finstere Gestalten, die ihr Gesicht hinter
Sonnenbrillen verbergen. Männer in martialischer Kampfmontur. Eine Rockergang
mit ihren donnergrollenden Maschinen. Knisternde Spannung, dann fliegen auch
schon die Fäuste. Kämpfer wirbeln durch die Luft, attackieren ihre Gegner mit
Hieben und Tritten, fliegen kopfüber zu Boden. . . Es sind
die ersten Szenen eines neuen Actionfilmes, der zurzeit für die Kinoleinwand
entsteht. Die Drehorte: Wurzbach, Lehesten und Hirschberg. Die Akteure: junge
Darsteller aus der Region. Allen voran Mike Möller aus
Heinrichshöhe bei Titschendorf. Ihm zur Seite bzw. im Film als Gegner: Falk
Pöhlmann aus Heberndorf, André Thaldorf aus Bad Lobenstein sowie die beiden
Wurzbacher Daniel Kluge und Raphael Jeschke. Es ist der
langgehegte Wunsch von Mike Möller, ein eigenes Filmprojekt
umzusetzen, nachdem er sich in den vergangenen Jahren als Stuntman in der
Branche bereits einen Namen gemacht hat. Seine Film-Biografie liest sich wie
die Vita namhafter Stars. "Liebe Mauer" ist der jüngste Kinofilm,
in dem er mitwirkt, seit Mitte November in den Lichtspieltheatern zu sehen.
Weitere populäre Kinostreifen, in denen Stuntman Mike Möller seine
Kampfspuren hinterließ, sind beispielsweise "The Eagle of the
Ninth", "Carré Blanc", "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach
der hinreißenden Herzelinde", "Männersache", "Die Päpstin",
"Inglourious Basterds" und "Der Baader Meinhof Komplex".
Am 4. Februar kommenden Jahres läuft "Zeiten Ändern Dich" in den
Kinos an, die verfilmte Biografie des erfolgreichsten deutschen Hip Hoppers
Bushido, an dessen Seite der einen ganzen Kopf kleinere Mike Möller einige Kampfszenen zu bestreiten hat. Auch das
Fernsehen hat sich Mike Möller sprichwörtlich erkämpft.
TV-Streifen wie "Die Grenze", "Der Landarzt",
"Einsatz in Hamburg", "Lasko - Die Faust Gottes",
"Das Wunder von Berlin", "Der Dicke" und "Afrika,
mon amour" haben ein Millionenpublikum unterhalten, was auch an den
stets aufregenden Stuntszenen liegen mag, für die Mike Möller
sprichwörtlich seinen Kopf hinhält. Der gelernte Kfz-Mechaniker hatte sich
schon als Kind für Action- und Kampfsportfilme begeistert und frühzeitig
versucht, seinen Filmhelden nachzueifern. Intensiv begann er 1989, Kraft- und
Konditionstraining mit dem Kampfsport zu verbinden und drehte mit Freunden
bereits erste kurze Filmchen. Der Einstieg ins professionelle Filmgeschäft
kam mit dem Millennium, als er im Jahr 2000 an der Seite des chinesischen
Kampfkünstlers Donnie Yen für die Actionserie "Der Puma" vor der
Kamera stand. "Das
Geschäft ist ein hartes und so war und ist es nicht immer einfach", sagt
Mike Möller zu seinem Job. Trotzdem oder genau deshalb wagt er sich
nun mit Ulrik Bruchholz an das eigene Filmprojekt mit dem Titel
"Straight Blast". Wer schonmal einen kleinen Vorgeschmack von den
Kampfszenen bekommen möchte, findet jetzt im Internet unter "www.straightblastmovie.com"
einen Teaser. KommentarErinnerung an die Dreharbeiten zum unterhaltsamen
Kinofilm "Männersache": Mike
Möller zwischen Paul Panzer
(l.) und Mario Barth. (Foto: privat)
|
||